Die besten Songs in Film und Serie – Teil 1

Das kennen wir wohl alle. Der ausgewählte Film läuft über Leinwand oder heimatliche Mattscheibe. Und plötzlich geschieht es: Ein magischer Moment entfaltet sich, ein Song setzt ein und sorgt für Gänsehaut. Man schmilzt dahin. Oft völlig egal wie sehr das Gesehene bisher begeistern konnte, diese eine Szene nimmt dich in ihren Bann, geht eine wundervolle Symbiose zweier unterschiedlicher und doch einander so nahen Künste ein.
Filme und Musik verbinden wir untrennbar mit Momenten in unserem Leben. Die beste und einzige Art der Zeitreise, die uns Menschen heute möglich ist. Für lange, lange Zeit fest in unserem Gedächtnis verankert, lassen wir uns von diesen beiden wunderbaren Medien in die Vergangenheit entführen. Zeitgleich zeigen sie zu welchen Wundern der Mensch fähig ist. Was wäre das Leben ohne Musik und auch Film?
Auf jedenfalls Eines: Weniger schön.

Und deshalb möchte ich mich heute den für mich perfekt mit Musik untermalten Momenten in Film und Serie widmen. Unglaublich viele wunderbare Songs habe ich nur auf diese Art für mich entdecken können. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie detailverliebt etliche Regisseure und ihre Mitarbeiter es schaffen, in Szenen mit einer bestimmten Songauswahl einen besonderen Ton setzen und so teilweise Momente für die Ewigkeit schaffen. Ich höre solche Songs immer wieder gerne, ob in der Bahn oder der Bibliothek während des Lernens und werde so an die wunderbaren Künste erinnert, die Mensch erschaffen kann.

Meine Liste – Teil 1 :

    • Beginnen möchte ich diese Liste mit Quentin Tarantino. Dabei beschränke ich mich in diesem Fall jedoch nicht auf einen gesonderten Film. Dieser Mann brennt für seine große Liebe. Er hat Visionen, die er umsetzen möchte und wie aus etlichen Interviews zu erkennen,  hat er geackert, um zu erreichen was er erreicht hat. So findet er seine Anfänge in verschrobenen Videotheken und entscheidet sich nach tausenden von gesehenen Filmen sein Glück zu versuchen, wird gefunden. Zum Glück. Seine Filme sprühen nur so vor Leidenschaft, untermauert das mit einer oft perfekten Songauswahl, hat so etliche Momente erschaffen die einfach grandios anzuschauen sind – und anzuhören.

      „When people ask me if I went to film school I tell them, „no, I went to film
      – Quentin Tarantino

    • Fight Club – Where is my mind
      Fight Club war für lange Zeit wohl der brachialste und vielleicht beste Film, den ich als 15-jähriger pubertierender Junge kannte. Auch heute weiß ich noch, wie ich den Film halbwegs blind kaufte – ich hatte wenigstens gutes über den Film gehört – und letztenendes total begeistert war. Auch wenn ich noch nicht den vollen Umfang dieses Werkes begriff.
      Nach zweistündiger Erlebnisfahrt durch diese düstere Vision der Welt, ist das Ende dann geradezu perfekt. Die letzte Einstellung bleibt für immer fest mit dem dazugehörigen Song im Gedächtnis.
      Spoilerwarrnung (zumindest teilweise)
    • Trainspotting – Perfect Day
      Auch Danny Boyle versteht es seinen Szenen durch den richtigen Einsatz von Musik eine Portion gewisses Extra hinzuzufügen. Gleichzeitig beruhigend und wunderbar, aber doch angsteinflößend wirkt diese Szene. Einfach hervorragend wie McGregor nach gesetztem Schuss die Kontrolle verliert, in den Boden eintaucht und verdammt ist, weiterhin tatenlos zuschauen zu müssen. Vielleicht nicht die beste Situation, aber die perfekte Szene. 
    • Requiem for a Dream
      Auch hier geht es um Drogen und ihre Wirkungen, jedoch um ein vielfaches düsterer und schlicht und ergreifend schockierend.
      Wie sich die Schlinge mehr und mehr zuzieht ist superb und erzeugt schlicht ein Ohnmachtsgefühl beim Zuschauer. Was mit den Charakteren geschieht ist Horror pur, wie die Musik es schafft das zu unterstreichen ebenfalls.
      Definitiv einer der besten Filme, den ich am liebsten nie mehr sehen würde. Unangenehm bis aufs Mark. 
    • The Perks of Being a Wallflower – Asleep/Heroes
      Ein schöner kleiner Coming-of-Age Film. Vollgestopft mit Melancholie und letztlich getragen von zwei wunderbaren Liedern. Schön, wie sich der geschichtliche Fortgang auch in den beiden entscheidenen Liedern wiederspiegelt. Vielleicht sollte jeder Mensch seinen persönlichen „Tunnelsong“ haben. 
    • 2001: A Space Odyssey – Also sprach Zarathustra
      Nicht mein liebster Kubrick, aber wie der absolute Perfektionist hier Cinematogafisch vorgeht ist absolut bahnbrechend und auch aus heutiger Sicht beeindruckend. Kubrick war seiner Zeit voraus, wurde Vorreiter und fester Bestandteil der Filmgeschichte. Wohl jeder halbwegs Filminteressierte kennt dieses Intro und das dazu genutzte Stück. Und das völlig zurecht, 
    • Watchmen – For The Time They Are A’Changin
      Optik, Stimmung und auch geschichtliche Aufmachung schaffen einen meiner liebsten Superheldenfilme. Diese wunderbare Eingangssequenz spiegelt perfekt den Ton des späteren Geschehens wieder. Denn die Zeiten ändern sich. 
    • The Sopranos – Oh Girl
      Vielleicht die beste Serie überhaupt. Auf jeden Fall aber hat sie Serien in die Sphären gelenkt, in denen sich etliche hochqualitative Produktionen heutzutage bewegen.
      Wie James Gandolfini Tony Soprano porträitiert ist einfach grandios. Und als der sonst so toughe Gangsterboss zu „Oh Girl“ plötzlich kurz vor den Tränen steht, nachdem er ein einschneidendes Erlebnis mit seinem geliebtem Pferd erleben muss, ist rührend und bleibt im Kopf. 

So. Und jetzt seid ihr dran, gibt es für euch auch spezielle Szenen, die gerade durch ihre Songs hängen geblieben sind? Ich freu mich auf eure Ergebnisse und bin gespannt, ob ich auch noch die ein oder andere Musik für mich entdecken kann.

Damit möchte ich den Stab weiterleiten meine folgenden lieben Kollegen „nominieren“, ihre Gedanken ebenfalls zu Pixel zu bringen:

Ich hoffe, ihr habt Lust euch über dieses Thema Gedanken zu machen und eventuell auch andere Blogger einzuladen sich auszulassen. Je mehr Leute mitmachen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, auch selbst Neues zu entdecken oder die ein oder andere DVD aus dem Regal zu holen, um magische Momente noch einmal zu erleben.
Auch ich werde mir wohl weiterhin Gedanken über dieses Thema machen. Vielleicht gibt es schon bald einen zweiten Teil, dann eventuell auch mit dem ein oder anderen unbekannteren Titel. (Nachdem diese ersten Szenen doch allesamt ziemlich bekannt sein dürften.)

EDIT:

Natürlich möchte ich auch gerne auf nachfolgende Auflistungen aufmerksam machen. Bisher sind durchweg sehr schöne und vor allem interessante Aufzählungen entstanden.
Deshalb möchte ich diesen kleinen Abschnitt gerne zu einer kleinen Anlaufstelle für alle veröffentlichten Beiträge formen. Die Verfasser haben allesamt Arbeit investiert und vor allem ihre grauen Zellen in Schwung gebracht. Also schaut gerne auch bei folgenden Beiträgen vorbei:

Ma-Go
z-wie-klugscheißer
haltstop
Filmfrass
Zirkusmanege
Die singende Lehrerin
moviescape
passionofarts
leberwurschtjoe
wortman
friedlvongrimm
motionpicturemaniacs

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35 Gedanken zu “Die besten Songs in Film und Serie – Teil 1

  1. Hat dies auf z-wie-klugscheisser rebloggt und kommentierte:
    Genial! Mein Blogger-Kollege (und Bruder im Geiste) taranKino hat einen reizvolle Rubrik begonnen: „Die besten Songs in Film und Serie“. Find‘ ich so gut (hätte von mir sein können ;-), dass ich es hier in meinem Blog reblogge. Außerdem hat er mich nominiert, was heißt, dass ich demnächst meine eigenen Favoriten zur Rubrik präsentieren werde. Nochmal ein dickes dankeschön an taranKino für die Stabübergabe und jetzt viel Spaß beim Lesen (und mitdiskutieren)!

    Gefällt mir

  2. Danke für die Nominierung und was für eine tolle Liste: Du hast schon einige grandiose Momente (Fight Club oder Trainspotting) vorweggenommen. Die Pixes und Lou Reed – seufz. So toll. Und keine Liste wird auf Tarantino verzichten können? 😉 Darin ist er ja wirklich der unbestrittene Meister. Ich werd dann mal in mich gehen.

    Gefällt 1 Person

    • Vielen Dank. 🙂
      Hachja, habe auch heute wieder ein paar Lieder gehört. Besonders Lou Reed’s Perfect Day finde ich immer wieder grandios (auch im Hinsicht auf den Film, der dabei immer im Hinterkopf mitschwingt).
      Und zu Tarantino: Ja, was soll ich da sagen? In dem Fall kann man mich wohl tatsächlich als Fanboy bezeichnen.. 😀 Die Songauswahl in seinen Szenen ist für mich aber auch durchweg meisterhaft.

      Gerne! ich bin gespannt; welche Momente du aus dem Hut zauberst. 🙂

      Gefällt 1 Person

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