Housebound

Die junge Frau Kylie Bucknell (Morgana O’Reilly) verkehrt in den falschen Kreisen. Zusammen mit einem Komplizen versucht sie einen Geldautomaten zu knacken und wird daraufhin kurzerhand verhaftet. Ihre Strafe scheint noch mild ausgefallen: Sie muss die nächsten 8 Monate im Haus ihrer Mutter verbringen, hat Hausarrest. Ein Peilsender am Fuß soll sie hindern, das Grundstück zu verlassen. 
Das beste Verhältnis zu ihrer Mutter (Miriam Bucknell) hat sie nicht unbedingt. Das ändert sich auch nicht, als sie zufällig bei einer Radioshow hört. Wirre Geistergeschichten und die Ehrfurch vor ihrem „Spukhaus“ tut sie schnell als dummes Gerede ab. 
Doch als sie nach einiger Zeit selbst unerklärliche Dinge in diesem Haus erlebt, ist sich auch Kylie nicht mehr restlos sicher, ob ihre Mutter nicht vielleicht doch recht hat mit ihren Geschichten. Verlassen kann sie das Haus jedenfalls nicht und ist so gezwungen dem Ganzen auf die Spur zu gehen..

Die Inhaltsangabe hinterlässt recht schnell den Eindruck, als würde sich „Housebound“ in der langen Schlange von eher semi-guten Horrorfilmen der letzten Jahre einreihen. Dem ist aber nicht so.
Dieser Film schlägt einen anderen Weg ein und ist dabei durchgehend angenehm undurchschaubar. Gleich von Anfang an ist man sich selbst des Genres nicht recht bewusst, in dem sich Gesehenes bewegt.
Dabei wird anfänglich ganz klar das Horrorgenre angesprochen: Der Aufbau, die Struktur. Das ähnelt Vielem, was man schon kennt. Viele Klischees werden abgefeiert. Der grimmig dreinschauende Nachbar, die knarrenden Türen, die sich von selbst bewegen oder Bildschirme die sich auf mysteriöse Weise aus- oder anschalten. Doch der Eindruck täuscht. Weiterlesen

Und am Sonntag bist du tot

Die Kirche hat es momentan nicht leicht, immer weniger Interesse – besonders in den jüngeren Zielgruppen – wird der ihr zuteil. Doch nicht nur wird die Anhängerschaft kleiner, auch das Ansehen scheint nach und nach zu bröckeln. Mehr und mehr Geschichten um sexuelle Übergriffe belasten das Bild der Geistlichen. Das Drama „Und am Sonntag bist du tot“ befasst sich mit diesen Themen, zeigt Probleme auf und traut sich dabei nicht in Klischees abzudriften.
Der deutsche Titel ist dabei etwas irreführend. Im Original heißt dieser „Calvary“ und beschreibt den Ort vor Jerusalem, an dem Jesus gekreuzigt wurde.

Vater James (Brendan Gleeson) sitzt in seinem Beichtstuhl. Gegenüber sitzt ein unbekannter Mann. Wir bekommen ihn nicht zu Gesicht, hören nur seine Stimme. Eine wohl eher unangenehme Aufgabe ereilt den Geistlichen, denn der Beichtende enthüllt dunkelste Geheimnisse seiner Jugend: Ein Priester hat sich in seinen jüngsten Jahren sexuell an ihm vergangen, ihn benutzt und damit nachhaltig verstört.
Das Gespräch nimmt eine Wendung, das Opfer versucht weder gut mit der Situation umzugehen, noch die traumatischen Ereignisse auf angemessene Art und Weise zu verarbeiten. Stattdessen kündigt er seinen Mord an. Opfer des ganzen soll Vater James werden. Heute in einer Woche. An einem Sonntag. Denn wo genau ist der Punkt dabei einen bösen Priester umzubringen? Der erhoffte Schock würde ausbleiben. Es muss ein guter, ein unschuldiger Mensch sein. Weiterlesen

WHAT TO WATCH?! NETFLIX-RELEASES (KW8)

Auch in der Woche vor den Oscars hat Netflix nochmal ordentlich ihr Repertoire aufgestockt. Die richtigen Kracher lassen sich jedoch nicht finden, aber seht selbst :

Deutschland:

Magic Mike
The Overnighters
DreamWorks How to Train Your Dragon Legends
DreamWorks Holiday Classics
DreamWorks: Spukgeschichten
DreamWorks Shrek Stories
DreamWorks – Frohe Weihnachten von Madagascar
DreamWorks: Kurzgeschichten

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Recap: Better Call Saul „Nacho“ S1E03

Die neue Serie von AMC kam letzte Woche richtig in Fahrt und hat eine erste Duftmarke gesetzt. Saul hat seine beiden Komplizen vor Schlimmerem bewahrt und zeitgleich einen neuen Auftraggeber für sich gewonnen, wenn auch unfreiwillig. Der Plan: Die Verantwortlichen der ehemaligen Anwaltskanzlei von Sauls Bruder ausnehmen und so an Millionenbeträge gelangen. Ob der Plan ohne Probleme vonstatten geht? Bei Jimmy’s Glück wohl kaum. 

Saul der Held

Die neue Folge beginnt im Gefängnis. Wir sehen Sauls Bruder Chuck. Wie für ihn üblich entledigt er sich seines Handy’s. er hat also auch mal ein’s besessen. Ein Blick auf das Modell  macht schnell klar: Wir befinden uns in der Vergangenheit. Chuck besucht einen Klienten, wie er uns mitteilt.
Im Verhörraum bekommen wir diesen Klienten dann auch zu Gesicht. Es ist Jimmy. Mit längeren Haaren, irgendwie wilder sieht er aus in seiner Stäflingsuniform. Hat er also doch nicht gelogen, als er in Folge eins noch von Jugendsünden erzählte oder den beiden Skatern von seinem Ehrfurcht erregenden früheren Selbst
Er markiert den „Coolen“. Auch wenn sein großer Bruder recht deutlich macht, was eigentlich Sache ist. Weinend hat er seine Mutter angerufen, um Hilfe gebettelt und Chuck ist zur Stelle. Doch nicht ganz ohne Bedingung. Verzweifelt verspricht Jimmy von nun an den richtigen Weg einzuschlagen. Sein Leben auf die Reihe zu kriegen und der schiefen Bahn den Rücken zu kehren Weiterlesen

Inherent Vice

Paul Thomas Anderson kann auf einige Erfolge in seiner Filmographie zurückblicken. Der 44 jährige Regisseur ist verantwortlich für namhafte Werke wie „Boogie Nights“, „The Master“ oder „There Will Be Blood“. Für mittlerweile 6 Oscars ist der wehrte Mann nominiert, gewinnen konnte er aber noch keinen der Prestigeträchtigen goldenen Statuen. Das wird sich wohl auch dieses Jahr nicht ändern.
Mit Inherent Vice bekommen wir die Verfilmung eines Thomas Pynchon Roman’s. Kein leichtes Unterfangen, gelten seine Werke doch mehr oder weniger als „unverfilmbar“. Doch das sagte man auch jahrzehntelang über den Herr’n der Ringe. Dinge sind solange unmöglich bis einer kommt und es einfach macht. Wie also hat sich Anderson geschlagen ? 

Wir begleiten den Privatdetektiv Larry „Doc“ Sportello (Joaquin Pheonix) quer durch das Los Angeles der 70er Jahre. Seine Exfreundin Shasta Fay Hepworth (Katherine Waterston) taucht unangekündigt in seiner Wohnung auf. Sie scheint aufgewühlt. Ihr neuer Liebhaber, der Bauriese Mickey Wolfman (gleichzeitig jüdischer Abstammung und Nazi), ist verschwunden. Doc soll ihn ausfindig machen und vor der Einweisung bewahren. Der Verdacht steht nahe, dass dessen Ehefrau den hinterhältigen Plan verfolgt Mickey in eine geschlossene Anstalt zu sperren, um so an sein Vermögen zu kommen.  Weiterlesen

What to watch?! Netflix-Releases (KW7)

Neue Woche, neues Streamingmaterial! Diese Woche mit einigen interessanten Filmen aus jüngster Vergangenheit:

Deutschland:

Better Call Saul (Recaps gibt's hier)
Honeymoon
ATZE – Revolution
School of Rock
Die Glücksritter – Trading Places
Vier Brüder – Four Brothers
Old School
Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug
Trauzeuge gesucht!
Zu scharf, um wahr zu sein
Clueless
Der Spongebob Schwammkopf film
Top Secret!
Road Trip
Zeiten des Aufruhrs

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Recap: Better Call Saul „Mijo“ S1E02

Und schon geht’s in die zweite Runde. Nachdem die erste Folge letzte Wochen einen schönen Anfang geformt hat und es schaffte auf recht unterhaltsame Art und Weise die ersten Charaktere (teils wieder) einzuführen, stellt sich nun die Frage wie die Macher es schaffen einen Bogen zu der eigenständigen Story zu schlagen.
Die letzte Folge endete mit einem Schlag ins Gesicht. Der Gangster Tuco Salamanca begrüßte Jimmy, sympathisch wie er nunmal ist, mit einem Revolver an der Tür. Nur noch das große Geld im Kopf hat sich unser ambitionierter Anwalt auf den Weg gemacht, die seinen beiden Skater-Jungs aufzuspüren und den Plan letztendlich doch noch in die Tat umzusetzen.

Gute Miene zu bösem Spiel

Die dieswöchige Episode beginnt mit dem Eintritt der alten Dame. Mit den Skaterzwillingen im Schlepptau betritt sie das Haus und sucht schnell Hilfe bei ihrem Sohn. Völlig überfordert stammelt sie vor sich hin. Sie ist in Schwierigkeiten, Schmerzensgeld soll sie zahlen. Die beiden Zwillinge spielen währenddessen eher schlecht als Recht die verletzten Opfer. Müssen sich teils selbst erinnern zu humpeln und Schmerzen zu simulieren. Weiterlesen

“Einer der besten Filme der letzten Jahre…”

Gestern besuchte ich die Seite Mago-Filmtipps (der Link führt euch auf seine Seite) und entdeckte so seinen neusten Blogeintrag. “Einer der besten Filme der letzten Jahre…” war der Titel, die Idee dahinter ist wohl relativ einfach als auch interessant. Die Leser des Artikels sind aufgefordert einige ihrer liebsten Filmtitel von 2010-jetzt aufzulisten. Da das den Rahmen eines normalen Kommentars wohl sprengen würde, habe ich mich entschieden einen eigenen Blogeintrag zu erstellen und das ganze zu besagtem Artikel zu verlinken (Hoffentlich kriege ich das auch alles richtig hin.. :D).

Also habe ich mich hingesetzt und meine IMDb-Liste der letzten Jahre nach meinen persönlichen Lieblingen zu durchforsten. Ziel ist es dabei die Liste nicht nur mit den offensichtlichen Filmen vollzustopfen, die eh jeder kennt, sondern auch das ein oder andere Werk, das vielleicht eher unbekannt ist. Vielleicht ist ja der ein oder andere Tipp der interessant scheint. Eine feste Reihenfolge möchte ich dabei eigentlich nicht zwingend einbauen, ich tue mich ab einem gewissen Grad an Begeisterung immer schwer zu sagen „Das ist meine klare Nummer 4, das hingegen meine Nummer 3“. Ich hoffe es ist eine ganz nette Mischung geworden, die deutschen Trailer habe ich jeweils auf dem Filmtitel verlinkt.
Also los geht’s: Weiterlesen

Kinoneustarts 12.02.2015

Neue Woche, neues Glück. Und vor allem neue Kinostarts. Diese Woche wird „Fifty Shades of Grey“ wohl die Kinokassen klingeln lassen – schon lange laufen sogar Vorverkaufsaktionen! – mein Tipp der Woche ist trotzdem ein anderer.

Tipp der Woche:

Es ist nämlich Inherent Vice. Ein drogenaffiner Detektiv macht sich auf die Suche nach einer seiner Exfreundinnen, sie ist verschwunden. Das Setting in den 60ern find ich sehr sympathisch und allgemein scheinen Atmosphäre und Stil sehr stimmig zu sein. Hinzu kommen Joaquin Pheonix und Josh Brolin, die ich beide unglaublich gerne vor der Linse sehe (auch der restliche Cast sieht spannend aus) und Regisseur Paul Thomas Anderson, der wohl zu Recht einen guten Ruf in der Filmwelt genießt. Wenn der Film hält was der Trailer verspricht, könnte das eine lustige, unterhaltsame Angelegenheit werden.

Außerdem läuft:

Manolo und das Buch des Lebens
Fifty Shades of Grey
When the Game Stands Tall
Wild Card
Brasserie Romantik – Das Valentins-Menü


Recap-Reihe: Better Call Saul

Der Übersichtlichkeit halber habe ich mich entschieden, diesen Blogeintrag als eine Art Startseite der Saul-Recapreihe zu nutzen. Das Ganze wird dann wöchentlich aktualisiert, so dass ihr einfacher zu den Recaps der verschieden Folgen kommt. Nach Ende der Staffel werde ich wohl in einem Extrapost meine Gedanken Revue passieren lassen, aber bis dahin ist ja noch ein wenig.

Die bisherigen Recaps :

  1. Episode 1 „Uno“
  2. Episode 2 „Mijo“
  3. Episode 3 „Nacho“

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