Sweet Tooth Volume 1 – Out of the Woods

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ein neues Medium für mich entdeckt: den Comic. Lange an mir vorbeigegangen und eher Randerscheinung, in der Popkultur oft abgetan als Nerdkram oder Unterhaltung für Kinder, stand letztes Weihnachten dann ein doch recht spezieller Wunsch auf der Wunschzettel.
Batman The Court of Owls wurde mein erster Kontakt zu dieser neuen Welt – und ich ziemlich begeistert. Schnell war ich angetan von kunstvollen Zeichnungen, dem Ausdruck, den dieses Medium – wie vielleicht kein anderes – schaffen kann. Ein Hybrid aus Buch und Film, angenehm in der Handhabung und irgendwie einfach faszinierend.

Mit der Zeit ist die Neugierde größer geworden, ich wollte Geschichten abseits von Superhelden erleben, gucken was das Comicuniversum zu bieten hat. Was soll ich sagen? Die Auswahl ist gigantisch, so gigantisch sogar, dass man als Neuling förmlich erschlagen wird von verschiedensten Serien von unbekannten Künstlern, Paralleluniversen und Bandreihen, die mit etlichen Ausgaben schon keine andere Bezeichnung mehr zulassen als die eines Epos.
Über kurz oder lang bin ich auf Sweet Tooth gestoßen, hab nicht viel mehr gesehen, als das besonders interessant gestaltete Cover und habe blind bestellt; ich wurde nicht enttäuscht. Weiterlesen

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Sind die Comics von „The Walking Dead“ auch für Serienveteranen interessant ?

Knappe vier bis fünf Jahre ist es nun her, eine neue Serie betrat die TV-Landschaft und sorgte für ordentlich Furore. Die Rede ist von „The Walking Dead“. Mein sechzehnjähriges Ich warf sich begeistert auf die damals in aller Munde hochgelobten Abenteuer durch eine postapokalyptische Welt. Es war aufregend die Charaktere kennenlernen zu dürfen, ihre Ausflüge auf Abwegen mitzuerleben und teilzuhaben an der Entstehung neuer gesellschaftlicher Gefüge.
Die Serie hat es geschafft das Horrorgenre auszuhebeln. Zombies werden weniger und weniger zur ernsthaften Gefahr, bleiben größtenteils Setting, rufen das wahre Gesicht des Menschen zum Vorschein. Abgründe taten sich auf, bis das Auftauchen fremder Menschen den Zuschauer nervöser auf dem heimischen Sofa hin- und herrutschen lässt als eine handvoll Walker.
Die ersten zwei Staffeln waren eine wahre Wonne, ich hatte – mit Season 2 wahrscheinlich noch ein wenig mehr – einen Heidenspaß. Doch nach und nach fing die Serie an mich zu nerven, sie wurde mir zu plakativ, Konflikte eher belanglos und vielleicht auch weil sich das Setting allmählich doch anfing abzunutzen, verlor ich langsam den Faden. Nach mehrmaligem guten Zureden von einigen Freunden versuchte ich mich doch erneut. Hatte wohl keine schlechte Zeit, muss im Rückblick aber sagen, dass es nach Staffel zwei rasant bergab ging. Staffel vier lies mich derart unmotiviert zurück, dass ich der neuen Runde bisher keine Chance geben wollte. Weiterlesen

Hochgradig überfällige Buchverfilmungen

Und schon wieder ein kleines Special. Dieses Mal jedoch auf Ma-Go’s Mist gewachsen! Mein lieber Kollege hatte sich in seinem Artikel Gedanken gemacht, welche Bücher geradezu nach einer Verfilmung schreien. Nicht nur das, auch er hat sich entschieden den Stab weiterzugeben und so viele wundervolle Bücher zu verbreiten, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.
Dunkel, in literarischer Hinsicht gibt es davon leider mehr als genug in meinem Leben. Sehr lange habe ich mich mit Werken wie der Harry Potter-Reihe begnügt, nie die Ruhe gefunden, dem Medium die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die es eigentlich verdient.

Das sollte sich dieses Jahr ändern. Ich wollte ein Streichholz anzünden, das dunkle, schwarze Loch in meinem Leben immerhin ein wenig aufhellen. Neben dem enormen Filmkonsum sollten sowohl Bücher, als auch Comics einen Platz in meinem Medienkomsum finden. Bisher mäßig erfolgreich, die gelesenen Bücher der letzten Zeit haben in den meisten Fällen schon eine Filmadaption vorzuweisen. Nichts desto trotz möchte ich mich versuchen. Also liebe Filmemacher dieser Welt, falls ihr das hier lest, passt gut auf, wie ihr mich glücklich machen könnt!

Forderung 1

382450Fevre Dream – George R.R. Martin
Ja, ich bin – wie wahrscheinlich die meisten – erst durch die fantastische Serie „Game of Thrones“ auf diesen Schriftsteller aufmerksam geworden. Habe mich folgend an die Vorlage „A Song of Ice an Fire“ gewagt, doch relativ schnell aufgegeben. Die Bücher sind wunderbar, keine Frage, doch die Serie kam für mich zuerst. Ich möchte mir den Serienspaß nicht selber nehmen, seit Serienstart gehört Staffel um Staffel zum absoluten Serienhighlight des Jahres!
Doch kommen wir zu diesem Roman, auf der Suche nach Fantasy-Kost bin ich durch Martin über dieses kleine Werk gestolpert. Mitte des 19. Jahrhunderts werden Schiffsfahrt und obskure Gestalten der Dunkelheit vereint und schaffen eine wunderbare Atmosphäre. Ein wenig Kitsch? Ja. Ein wenig Trash? Vielleicht auch, aber letztendlich doch eine wunderbar packende Geschichte. Grade das Setting, mit seinen dunklen atmosphärischen Städten und majestätischen Schiffen würde ich liebend gerne in bewegten Bildern bestaunen. Weiterlesen