Liebster Award von Film und Buch

Und weiter dreht sich das Karussell, aber wenn man schon mal dran ist, Spaß macht das kleine Frage-Antwort Spiel alle mal.
Also sei direkt der Dank ausgesprochen an Film und Buch, ich hoffe ich kann eure Fragen zufriedenstellend beantworten. Den ursprünglichen Beitrag findet ihr HIER, schaut gerne mal rein. 🙂

Was brachte dich auf die Idee, einen eigenen Blog zu starten?

Eine fast identische Frage kam beim lieben Filmaffen auf, deshalb gebe ich hier die gleiche Antwort:
Wirklich an den genauen Grund kann ich mich nicht mehr erinnern, nur, dass es an einem Sonntagmittag war, ich saß gemütlich auf dem Bett und habe mir kleine Ausschnitte von Drehbüchern durchgelesen. Fast als wäre es eine Eingabe gewesen, hab ich mich an den Laptop gesetzt, nach Websites über Filme gesucht und mein kleines Projekt gestartet.

Auf welche Themen gehst du auf deinem Blog besonders ein?

Weitestgehend geht es bei mir um Filme. Hier und da kann sich auch mal ein Beitrag abseits der gewohnten Themen finden, aber ich denke, vorerst werde ich bei FIlmbesprechungen und dem ein oder anderen „Special“ bleiben.

Film oder Buch, was spricht dich mehr an?

Mein Herz gehört dem Film, ich bin aber verdammt froh, in letzter Zeit auch wieder genügend Zeit für Bücher gefunden zu haben. Lange Zeit war ich innerlich  zu aufgewühlt, um mich einfach mit einem schönen Buch in den Sessel zu pflanzen. Besonders bei der aktuellen Jahreszeit ist das aber wundervoll.

Es gibt kaum noch einen Film, der kein Remake ist. Was hältst du vom derzeitigen Remake-Wahn?

Find ich schrecklich, aber Hollywood macht eben, was die breite Masse verlangt oder zumindest an den Kinokassen funktioniert. Dazu gehören scheinbar Wiederauflagen und Xfache Forsetzungen, sowieo das Superheldenallerlei. Ich finde das ermüdend, bin deshalb froh, dass es neben den „großen“ Projekten doch noch Filmemacher mit Herz gibt. Frische Ideen können der Filmindustrie nicht schaden.
Und wo ich grade schon bei euch bin, stellt euch mal vor, es gäbe Remakes von Büchern. Remakes sind eine unglaublich absurde Sache.

Was ist dein Lieblingsfilm und wieso?

Die Frage ist immer schwierig. Ich denke, das hängt ganz stark von der aktuellen Stimmung, oder dem Aspekt ab, unter dem man das bestimmen soll. Einen absoluten Liebling habe ich nicht, aber Filme, die immer gehen:
Herr der Ringe, Pulp Fiction oder neuerdings Fury Road.

Gibt es Genres, die du nicht magst?

Ehrlich gesagt gibt es das nicht. Ich bin offen für Alles, das betrifft auch Genres und bisher bin ich immer wieder bestätigt worden, dass es möglich ist, in jedem Genre hervorragende FIlme zu machen.

Was hältst du von Trash-Filmen?

Hatte bisher wenig Berührungspunkte, finde die Intention etwas fragwürdig, habe aber schon länger vor mit Freunden ein gar nicht weit entferntes Kino zu besuchen. Dort ist jeden Freitag-Abend Trashnight, der Eintritt ist kostenlos, nur ein Mindestverzehr von fünf Euro muss erfüllt werden.
Also ist die Grundlage für einen lustigen Abend mit Freunden und 1-2 kühlen Getränken durchaus vorhanden. 🙂

Gibt es ein Buch, das dir so gut gefallen hat, dass du es ein zweites Mal oder sogar ein drittes Mal gelesen hast?

Bisher noch nicht, liegt aber durchaus daran, dass ich bis Anfang diesen Jahres eher ein Lesemuffel war. Das hat sich geändert, also bleibt abzuwarten, welches Buch des öfteren in meinen Händen liegen wird.

Welcher Regisseur ist dein Lieblingsregisseur? Was gefällt dir an den Filmen deines Lieblingsregisseurs besonders?

Es gibt viele wunderbare Regisseure. Bis vor einigen Monaten hätte ich hier noch schlagartig Tarantino geantwortet, mittlerweile bin ich mir dessen nicht mehr sicher. Nichts desto trotz:
Ich liebe Tarantino für seine Art Filme zu machen, er hält sich nicht für schlauer, als den Zuschauer, hat eine ziemlich dreckige Art Geschichten zu erzählen und teilweise die vielleicht interessantesten oder mindestens unterhaltsamsten Dialoge, die man im Kino zu Gesicht bekommt.
Außerdem schafft es kein anderer Regisseur so gekonnt Bild und Musik zu einem zauberhaften Ganzen zusammenzufügen. Was er da teilweise erschafft zeugt von unglaublichem Gespür für Musik und Style. Der Mann fasziniert mich.

Welches Filmmonster gefällt dir am besten und wieso?

Vielleicht kein klassisches Filmmonster, aber seit ich das erste Mal Jurassic Park gesehen habe, fasziniert mich der TRex. Ich weiß gar nicht, wie viele Stunden meiner Kindheit ich damit verbracht habe, mit Plastikdinosauriern zu spielen.

Siehst du Filme lieber zuhause auf DVD oder im Kino?

Ich liebe das Kino. Leider gibt es immer wieder Menschen, die es schaffen, dir den Kinobesuch zu versauen. Letztens saß ein Paar nicht unweit von mir, während die Dame ihrem Freund den Film erklärte und zeitgleich beschrieben hat, was als nächstes passiert – sie kannte den Film schon.
Solche Erlebnisse führe dazu, dass ich dann manchmal doch die heimischen vier Wände vorziehe.

Liebster Award vom Filmaffen

Und schon wieder haben mich neue Nominierungen erreicht, also nicht groß drumrumreden, sondern direkt mal ran an den Speck.
Vorher noch Hier der Beitrag vom lieben Filmaffen. Vielen Dank für die Nominierung, schöne Fragen hast du dir ausgedacht!
So, ab geht´s.

Wann hast du für dich beschlossen, ein Blog aufzusetzen und los zuschreiben?

Wirklich an den genauen Grund kann ich mich nicht mehr erinnern, nur, dass es an einem Sonntagmittag war, ich saß gemütlich auf dem Bett und habe mir kleine Ausschnitte von Drehbüchern durchgelesen. Fast als wäre es eine Eingabe gewesen, hab ich mich an den Laptop gesetzt, nach Websites über Filme gesucht und mein kleines Projekt gestartet.

Was zeichnet deinen Blog aus?

Schlussendlich wohl allein meine Art und die persönliche Meinung.

Welcher Charakter aus GAME OF THRONES passt am besten zu dir? Und warum?

Ui, da muss man im Kopf erst sämtiche Charaktere durchgehen. Besonders interessant finde ich solche wie Littlefinger, gerissen und auf eine subtile Art vielleicht am gefährlichsten – auf jeden Fall am unberechenbarsten. Vielleicht „The Hound“, allein weil ich eine ähnliche Körpergröße mit mir rumschleppe, ich entscheide mich aber, denke ich, für Samwell Tarly. Gutherzig, manchmal etwas zu zurückgenommen, in den richtigen Momenten dennoch entschlossen und ein Freund, auf den man zählen kann.

Wenn du ein Superheld wärst, welche Superkraft hättest du?

Hmm, noch so eine Frage. Als Kind wollte ich immer unsichtbar sein, wahrscheinlich würde ich mich dafür entscheiden, wenn ich denn dürfte.

Wäre dein Leben ein Film, welches Filmgenre würde am Besten passen?

Ganz klassisch und langweilig würde wahrscheinlich ein Drama à la Coming of Age Geschichte bei rumkommen.

Harte Fakten auf den Tisch: Was hältst du von 3D-Filmen?

Da bin ich zweigeteilter Meinung. Ein Teil – der noch aus Kindheitstagen stammt und damals auch Spy Kids super fand, stilecht mit Rot-Grün-Brille versteht sich – findet 3D FIlme und die Faszination, die eben doch von ihnen ausgeht wunderbar. In einigen Fällen erachte ich den Effekt auch durchaus als Mehrwert.
In den meisten wirkt die Technik aber dann leider doch aufgepropft und gezwungen. Wenn dem Zuschauer alle paar Minuten ein neuer Gegenstand entgegengeschleudert wird, bin ich schnell abgeschreckt und frage mich, ob die Köpfe der FIlmstudios grade beisammensitzen und diabolisch lachen über die Euros, die sie mehr einnehmen konnten.
PS: Der 3D-Zwang, der in letzter Zeit immer häufiger auftritt, geht gar nicht und ist Grund genug, einen Film zu boykottieren. Weiterlesen

Sonntagsgeblubber

So, die Woche ist vorbei, der entspannteste – und meist ereignisloseste – Tag der Woche ist da. Warum also nicht die Woche Revue passieren lassen und ein wenig über Gesehenes berichten?
Sämtliche Prüfungen lassen mich mittlerweile endlich meine Semesterferien genießen, der kürzlich überstandene Umzug ist Geschichte und das Wetter hat teilweise doch eher für das mukelige Heim plädiert, als den Gang vor die Tür zu provozieren. Dementsprechend hat sich besonders Filmtechnisch einiges getan. Was dabei empfehlenswertes rumkam? Eher wenig.
Der dann doch beste Film dieser Woche ist Sicario geworden, ein schön in Szene gesetztes Stück Unterhaltung, das Villeneuves Gang zum Garantiegaranten auch nach Prisoners fortsetzt. Der Gang ins Kino lohnt.
Der (von selbigem Filmemacher ) einige Jahre vorher erschienene Doppelgänger-Thriller „Enemy“ enttäuschte einige Tage später allerdings ziemlich. Viel Lärm um nichts, viel Spannungsaufbau, wo eigentlich keine Spannung ist, viel Metageblubber und Metaphorik, die eher ermüdend als wirklich frisch und spaßig daherkommt. Weiterlesen

Liebster Blog-Award von „Paranoyer“ (Ich lebe noch)

LiebsterBlogAward

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt – eine bekloppte Phrase, und doch so wahr. Auch wenn meine Filmliebe seit Jahren immer größer und größer zu werden schien und mein Verlangen, mich durch niedergeschriebene Sprache auszudrücken, schon zu Schulzeiten erkennbar war, hätte ich ich noch vor einem Jahr nie in Erwägung gezogen, meinen geistigen Gedankenbrei in den großen Weiten des Internets zu verbreiten.
Ein Blog, was ist das überhaupt? Lange Zeit ist diese wunderbare kleine Welt an mir vorbeigezogen. Eine Welt voller sich (meistens) gegenseitig unbekannter bekloppter Persönlichkeiten, die etwas verbindet: Leidenschaft. Und so fühlt man sich dann eben doch nicht gänzlich fremd. Vor einigen Monaten entstand so ein Umgang, der auch der realen, wirklichen Welt da draußen mehr als nur gut tun würde. Ich wurde herzlich in diesem Haufen voller Menschen und Meinungen empfangen, habe Spaß daran gefunden mich auszutauschen, zu diskutieren, manchmal auch den Kopf zu schütteln.

Dann ist passiert , was eben so passiert. Das Leben hat mich eingeholt. Freunde und Studium haben geradezu nach Aufmerksamkeit und Zeit geschrien, eine wundervolle, junge Frau hat sich entschlossen, mein Leben zu bereichern und plötzlich wurden aus Wochen sogar Monate ohne Output. Lange hab ich überlegt mich einfach nochmal hinzusetzen, aber nie den richtige Anstoß gefunden wieder mitzumischen. Umso schöner, dass jetzt quasi die direkte Aufforderung vor mir liegt. Also warum eigentlich nicht? Spaß gemacht hatte mir das ganze bisher allemal.

Deshalb möchte ich meinem Kollegen Paranoyer (hier auch sein Beitrag) an dieser Stelle vorangehend meinen Dank aussprechen, schöne Fragen hast du dir ausgedacht. 🙂
Los gehts.

Aliens begegnen uns ja ständig in allen möglichen Medien. Doch wie sieht es für dich in der Realität aus? Glaubst du an die Existenz von außerirdischem Leben irgendwo im All oder hältst du die Erde für einen (für uns) glücklichen Zufall?

Sowohl als auch. Immer wieder schaue ich mich um in unserer Welt und bin begeistert, wie alles im noch so kleinen Rahmen ineinandergreift. Jedes noch so kleine Lebewesen, sei es zu Land oder in den Tiefen der Ozeane, hat seinen Platz, erfüllt seinen Zweck und bereichert das Ökostystem Erde. Das kann selbstredend nicht allein mit Zufall abgetan werden, nichts desto trotz halte ich auch diesen Aspekt für eine nicht unbedeutende Variable im Fortgang von Erde und Evolution. Was der Mensch dabei leider mehr und mehr vergisst, ist dass wir als Kollektiv nicht Besitzer, sondern Teil des irdischen Lebens sind. Unser Planet ist nicht von uns abhängig, wir laut aktuellem Stand der Forschung jedoch sehr wohl von unserer Mutter Erde. Ein wenig mehr Respekt im Umgang mit dieser würde daher auch von Respekt vor uns selbst zeugen, teils lässt sich dieser eigenartigerweise vermissen.
Um aber auf den weiteren Teil der Frage einzugehen: Ja, ich glaube, dass wir nicht allein sind in den unendlichen Weiten des Weltalls. Diese Annahme wäre vermessen, ja irgendwo sogar arrogant. Und wo ich grade heute das erste Mal das Remake von „Invasion of the Body Snatchers“ sehen durfte hier gleich ein passendes Zitat: „Why do we always expect metal ships?“
Für die Form Außerirdischen Lebens bin ich nämlich offen, allein in diesem Moment strömen verschiedenste Möglichkeiten von Körpern und Technologien durch meinen Kopf, die im ersten Moment allesamt albern, aber letztendlich eventuell nur fernab unserer Vorstellungskraft liegen und alles andere als unmöglich sind.

Empfindest du TV-Serie wirklich, wie immer mal wieder postuliert wird, als „Medium der Zukunft“, dass dem Kino den Rang ablaufen wird (oder es schon getan hat)? Oder ist das alles zu sehr gehypt?

Ich denke die TV-Serie is wohl das Medium der Zukunft. Das Kino ist der Serie in Sachen Ausdrucksstärke und Kunst meiner Ansicht nach weiterhin gnadenlos überlegen, der Kundentrend geht aber wohl klar Richtung Serie. Oftmals leichter verdaulich, für viele kostenlos zugänglich und irgendwie leichter in den Alltag einzubringen schaut sich ein Großteil grade junger Menschen lieber die neue Staffel ihrer liebsten Serie an, als den Weg ins Kino zu suchen. In den letzten Wochen habe ich jedoch auch einige schöne Momente in den Wuppertaler Kinos erlebt. Kleine, ganz alltägliche zwar, aber doch solche, die mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert haben. Beide Male waren es Väter, die ins Kino gegangen sind, beigleitet von ihren Kleinen, voller Staunen in den Augen. Hat mich hoffen lassen, meinen potenziellen Kindern in der Zukunft die Liebe zum Kino näher zu bringen zu können.

Ganz ehrlich: Verfolgst du manche Blogs nur, damit du über die dort veröffentlichten Meinungen den Kopf schütteln kannst?

Nein, alle Blogs die ich regelmäßig verfolge, schätze ich und freue mich jedes mal über die E-Mail-Benachrichtigung über neue Beiträge.

Manche Leute lehnen schwarz/weiß-Filme kategorisch ab. Findest du diese Haltung albern oder kannst du sie, zumindest auf irgendeiner Ebene, nachvollziehen?

Kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Das Stilmittel wird meist nicht ohne Grund eingesetzt und nimmt dem Filmerlebnis letztlich nichts weg, erweitert meistens eher.
Auch Filme, die lange vor der Einbindung von Farbe in Filmen erschienen, sind für manchereins nicht deshalb unbequem zu schauen, weil der schwarz/weiß-Effekt für Irritation sorgt, sondern weil Filme vor etlichen Jahren teilweise so anders funktionierten, als heutzutage so erfolgreichen Streifen wie „Fuck Ju Göthe 2“.

„Mann benutzt lebenden Igel als Fußball.“ Wie sehr regen dich solche Meldungen auf bzw. lassen sie dich an dem Zustand der Menschheit verzweifeln (alternativ kann auch jede andere Meldung eingesetzt/gedacht werden)?

Die Antwort kann ich ergänzend an die der ersten Frage anknüpfen:
Ich finde die arrogante Art des Menschen, sich gegenüber anderen – (körperlich) schwächeren – Lebensformen grauenvoll. (Passend zu diesen Gedankenströmen habe ich letztlich Stephen Kings „Die Arena“ gelesen. Auch King setzt sich hier mit dieser Frage auseinander.)
Aber der Mensch geht sogar noch weiter, nicht nur andersartige Lebewesen – auch andere Menschen werden nicht mit Respekt behandelt. Das fängt im Kleinen an:
Vor einigen Tagen konnte ich beispielsweise beobachten, wie eine sichtlich gebrechliche Frau versuchte, in eine relativ stark schwingende Schwebebahn einzusteigen. Sie war um die 80 Jahre alt und klammerte sich um einen Rolator, ihren ständigen Begleiter und die wohl verlässlichste Hilfe im Alltag. Mindestens sechs sowohl körperlich und (eigentlich) wohl auch geistig gesunde Menschen, die direkt hinter der von ihr ausgewählten Eingangstür standen, hielten es für sinnvoller dem Kampf, die die Dame mit sich, der plötzlich so schwer wirkenden Gehhilfe und der pendelnden Schwebebahn führte regungslos zu beobachten, anstatt einen Arm auszufahren und dieser Dame für einen, wenn doch nur so kurzen Moment, den Tag zu verschönern. Das tut niemandem weh. Ganz im Gegenteil.
Deshalb ja: Die Menschheit lässt mich oft kochen vor Wut und Unverständnis. Wenn ein jeder sich seiner Möglichkeit bewusst wird, anderen den Tag zu verschönern, sei es durch ein Lächeln oder eine helfende Hand, hilft das nicht nur anderen, irgendwann auch dir. Das ist die Form von „Karma“, an die ich gerne glaube.

Was sind deine Strategien, um nach einem stressigen Tag wieder einen Ausgleich zu finden?

Ganz einfach, Kopfhörer auf, Musik an, am besten während einer Einheit Sport. Danach ist der Stress meist verflogen.

Auf welches Medium/Kunstform könntest du persönlich am ehesten verzichten (ohne es selbstredend ganz abschaffen zu wollen, da ja jeder sein Faible haben darf)? Bücher, TV, Radio, Videospiele oder etwas ganz anderes?

Auf TV und Radio verzichte ich weitestgehend schon seit Jahren (zumindest auf die klassische Form). Würden selbstbestimmte Musikauswahl und Filme per Blu-Ray/Kino auch unter diese Kategorien fallen, würde ich auf lange Sicht definitiv auf Videospiele verzichten. Finde ich seit geraumer Zeit sowieso kaum noch Zeit für.

Blogger, besonders die Film- und/oder Buchaffinen, berichten ja immer wieder von Platzproblemen. Kennst du das oder hast du deine Sammelwut im Griff bzw. einen Weg gefunden, alles unterzubringen?

Der benötigte Platz für meine Bücher hält sich (noch) in Grenzen, auch wenn die Sammlung auch in dieser Richtung langsam Form annimmt. Das provisorische Filmregal platzt jedoch aus allen Nähten. Trotz selbst auferlegter Restriktionen, nur noch bereits gesehene und für toll befundene Filme ins Regal zu stellen, muss da eine neue Lösung her.
Als vorzeitige Lösung schwanke ich da noch zwischen kreativer Ideensuche Marke Eigenbau (falls jemand Ideen hat, gerne her damit :p) und einfacher Regale aus dem schwedischen Möbelhaus.

Wo wir gerade bei Sammelwut sind: hast du als Kind Zeitschriften gesammelt? Wenn ja, welche und vor allem: tust du es heute noch?

Hmmpf. Zeitschriften eigentlich überhaupt nicht. Dafür ist der Wahn dann bei Spielkarten und Panini-Fußballbildern ausgebrochen. Teilweise ärger ich mich heute noch, wenn ich in längst vergessene Schubladen schaue und mich Pappkarten im Wert von über 100€ anlächeln. Naja, was solls, ich war jung und brauchte das Geld. Achnee, das ging anders..

Twitter interessiert es, den Deutschen im Klischee sowieso, andere nehmen es einfach hin: das Wetter. Welche Jahreszeit entspricht deiner Vorstellung von einem „super Wetter“ am ehesten und warum?

Vielleicht die denkbar langweiligste Antwort, aber sie entspricht der Wahrheit: Ich kann jeder Jahreszeit etwas abgewinnen, bin dann aber auch froh, wenn der Zyklus weiterdreht und sich Veränderung anbahnt. Kalte Wintertage voller Schnee und warmem Tee, einem guten Buch und Wollpullis haben genauso ihren Reiz, wie sonnige Tage an See und Meer. Vorerst freue ich mich auf die fallenden Blätter, die Farbenpracht die uns erwartet und gemütliche Stunden zuhause, bis dann irgendwann im Frühling nächsten Jahres die Welt aus einem Schlaf aufzuwachen scheint und Vögel den Beginn der warmen Jahreshälfte signalisieren.

Aller Anfang ist schwer..

wie man immer so schön sagt. Ich hocke nun vor meinem Computer und wage mich in diese neue – ehrlich gesagt ziemliche neue – Welt des „bloggens“. Bisher habe ich mich mit diesem Teil des großen, weiten Internets kaum oder sogar gar nicht beschäftigt. Doch jetzt ist es soweit. In letzter Zeit bin ich immer öfter über Blogs gestoßen, alle einem Thema gewidmet : Dem Film.

Nachdem ich nun einige (zugegebenermaßen ziemlich professionelle) „Filmblogs“ gesichtet habe, konnte ich mich immer mehr mit dem Gedanken anfreunden mich dieser Welt anzuschließen, denn ich habe schon seit längerem das Bedürfnis, meine Gedanken rund um die Filmwelt und grade gesehen Inhalte mit Menschen zu teilen. Und dabei sind wir schon beim Thema, um das sich der Großteil dieses Blogs drehen wird, dieser Wunsch ist wohl nicht sehr originell oder einzigartig, aber eben das was ich liebe.

Es ist schwer zu sagen, woher diese Liebe kommt, ich denke jedoch, sie wurde geboren in einem Erlebnis frühster Kindheit. Ich war 6 Jahre jung, als ich die Möglichkeit bekam „The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring“ im Kino sehen zu dürfen. Der Film schlug ein wie eine Bombe, er schaffte mich in eine Art Wahn zu versetzen, den man heute wohl Hype nennen würde. Jahr um Jahr wurde es zu einem Event in der vorweihnachtlichen Zeit mit der Familie das Kino zu besuchen, um endlich zu erfahren wie die epische Reise rund um Frodo, Aragorn, Legolas & Co. denn nun enden würde. Als es dann vorbei war, ich war mittlerweile stolze 9 Jahre alt, bemühte ich mich gegen die sich langsam ankündigen Tränen anzukämpfen, die die gefühlten 6 aneinandergereihten Enden der Saga aus mir rausprügeln wollten. Damals mit Erfolg. Und auch heute bekomme ich noch Gänsehaut, wenn die friedliche Melodie der Hobbits aus dem Auenland erklingt und ich fühle mich irgendwie ein Stück als wäre ich zuhause.

Heute bin ich 20 Jahre alt und entdecke eine immer größer werdende Liebe zum Film. Hat es angefangen mit Fantasyabenteuern in fantastischen Welten bin ich heute in der Welt der Filmnerds angekommen. Ein Großteil meiner Freizeit geht im Kino oder vor dem heimischen LED-Fernseher drauf. Mit der Zeit entwickelt man ein anderes Gefühl für Filme, die Geschmäcker verschieben sich und plötzlich ließt man Sonntagsmorgens ein Drehbuch von „American Hustle“. Man will mehr lernen, mehr sehen, ob nun total fantastisch und atemberaubend oder manchmal eben auch stumpfsinnig und eher schlecht. Ich verbringe meiner Zeit gerne mit Filmen und ich hoffe mit der Zeit auf einige Gleichgesinnte zu treffen, die es möglich machen sich auszutauschen und meine Gedanken über mein Lieblingsmedium irgendwie öffentlich zu machen. Was ich hier so vorhabe und was genau ich da alles machen möchte wird sich alles noch erübrigen und mit der Zeit hoffentlich stetig ein Stück besser werden, Stück für Stück. Denn wie man eben weiß: Aller Anfang ist schwer.